Eine normale Funktion des Körpers zur Regulierung seiner
Temperatur ist das Schwitzen. Diese Regulierung ist bei manchen
Menschen nicht optimal „eingestellt“. Diese leiden unter
verstärkter Schweißbildung in den Achselhöhlen und / oder an
Füßen und Händen, ohne sich körperlich Anstrengen zu müssen.
Ein Verzicht auf Teein, Koffein und Nikotin kann zu einer
Normalisierung des Schwitzen beitragen. Sollten Sie diese
Möglichkeiten bereits vergeblich versucht haben und auch mit
Deodorant oder anderen Mitteln die Schweißbildung nicht
ausreichend beeinflussen können, dann sollten Sie eine ärztliche
Behandlung in Betracht ziehen
Die operativen Methoden sind für die Behandlung verstärkter
Schweißbildung in den Achselhöhlen geeignet und haben gute
Langzeitergebnisse.
Schweißdrüsenabsaugung - Absaugen der Schweißdrüsen
Vor der Operation wird eine größere Menge eines verdünnten
örtlichen Betäubungsmittels unter die Haut gespritzt. Die Haut
hebt sich dadurch vom darunter liegenden Gewebe ab und tiefer
gelegene Nerven sowie Blut- und Lymphgefäße werden so vor
Verletzungen geschützt. Die Schweißdrüsen werden dann ohne
Sichtkontrolle mit stumpfen und / oder scharfen Kanülen
abgesaugt. Erst nach Abheilen der Haut lässt sich feststellen ob
ein dauerhaftes Ergebnis erzielt wurde. Die Erfolgsaussichten
sind ähnlich wie bei der Kürettage. Kürettage
- Abschaben der Schweißdrüsen
Ein scharfes, ringförmiges Messer wird über einen kleinen
Schnitt unter die Haut geführt und die Schweißdrüsen, die sich
an der Rückseite der Haut befinden, ohne Sichtkontrolle zum
Großteil „herausgekratzt“. Es lässt sich nicht exakt sagen wie
viele der Schweißdrüsen verbleiben und es ist deshalb häufiger
mit einem erneuten Auftreten verstärkter Schweißbildung zu
rechnen. Exzision
- Herausschneiden der Schweißdrüsen
Ein Teil der schweißdrüsentragenden Haut wird herausgeschnitten,
die Hautränder angehoben und die restlichen Schweißdrüsen mit
der Schere unter Sicht entfernt. Dabei verbleibt lediglich ein
geringer Rest kleinerer Drüsenanteile in der Haut. Der Defekt
wird anschließend durch eine Hautdehnung im Randbereich wieder
verschlossen (Mobilisationsplastik).
Die radikalste und wirksamste Behandlungsmethode ist das
Herausschneiden der Schweißdrüsen aus den Achselhöhlen. Die
Risiken sind hierbei jedoch höher als bei den anderen Methoden. Injektion
von BotulinumtoxinA
Dadurch wird die Funktion der Schweißdrüsen stark eingeschränkt
Ausführliche
Beschreibung BotulinumtoxinA
Bei einem
Beratungsgespräch können Sie klären, ob die möglichen Ergebnisse
Ihren Erwartungen entsprechen, Sie behandelbar sind und welche
Risiken und Kosten entstehen.
Voraussetzung ist jedoch ein Besuch bei einem Spezialisten.